Hier findet ihr Junghunde aus unserer Zucht, die noch ein neues Zuhause suchen
Juli 2026
Aktuell suchen keine Junghunde ein neues Zuhause
Warum ein älterer Hund und kein Welpe?
Ein paar Gedanken zu dem Thema
Häufig bekommen wir Anfragen für einen älteren Hund - gern von Ersthundebesitzern, die dem Fehlglauben erliegen ein älterer Hund sei vermeintlich leichter für den Anfang.
Hiermit möchte ich gerade da ein paar Gedanken mit auf den Weg geben:
Ein älterer hund ist zwar aus der Haupterziehungszeit raus (wenn man das bei einem Hund überhaupt so betiteln kann, da ein Hund ein Leben lang lernt)
Jedoch ist ein älterer Hund auch bereits in seiner Ursprungsfamilie gefestigt und gerade jetzt ist ein Umzug ein massiver Umbruch. Die Sicherheit fällt weg, alles ist neu. Dieser Umbruch im neuen Zuhause kann bis zu 3 Monaten dauern, gerade in dieser Zeit passiert es leider zu oft, das ein Hund abhaut. Wir machen es uns aus diesem Grund nicht einfach ältere Hunde ab einem Jahr abzugeben - gerade dann suchen wir noch akribischer und genauer aus um wirklich die passende Familie zu finden. Ich wiederhole mich da echt ungern, aber viele gehen da oft zu blauäugig an diese Situation ran und oft ist der Hund der Leidtragende.
Oft hört man in dem zusammenhang, der Hund hat beim Vorbesitzer ja gar nicht gelernt und oder vor allem Angst. Hier ein ganz entschiedenes Nein, da in diesem Moment wieder voraus gesetzt wird, das ein Lebewesen ab Minute eins sofort Vertrauen zum neuen Partner hat. Dies ist vermeintlich falsch, da gerade am Anfang der Hund in einer Art Panikmodus fällt und / oder schlicht und einfach das Vertrauen und die Sicherheit fehlt sich auf neue Situationen und Gegebenheiten einzulassen.
Als kleines Beispiel: Meine Hunde laufen bei mir perfekt an der Leine und auch neue Situiationen meistern wir immer gemeinsam. Wenn ich aber die Leine an jemand fremden gebe, kann ich nie erwarten und wird in den seltensten Fällen der Fall sein, das sie bei jemand anderem genauso toll laufen. Im Gegenteil, sie orientieren sich meist trotzdem an mir.
Ein Welpe hat es hier wesentlich einfacher. Er ist anpassungsfähiger und kommt schneller in der Familie an. Wenn die Aufzucht mit viel Liebe und Hingabe erfolgt ist und der Welpe bereits im Alltag beim Züchter integriert war, ist auch die Anfangszeit im neuen Zuhause wesentlich einfacher zu gestalten. Meistens kennen sie die Stubenreinheit bereits und man muss lediglich auf die Zeichen achten. Die Pubertät und das Erwachsenwerden erlebt man gemeinsam, dasss schweißt zusammen. Dies ergibt einen ganz anderen Grundstein und macht es auch für Ersthundebesitzer um ein vielfaches einfacher. Die Meinung vertritt nicht jeder, aber aus meiner Erfahrung ist dies der richtige Weg.
Junghund suchen ein Zuhause
!! Wichtige Hinweise!
Wir haben nun von vielen gehört, dass man sich für einen Junghund entschieden habe, da dieser ja bereits annähernd fertig erzogen wäre und somit einfacher als ein Welpe.
Es handelt sich hierbei um einen Trugschluss. Ein Junghund ist in seinem Charakter und Verhalten erwachsen - d.h. die rassetypischen Eigenschaften sind mehr oder weniger ausgeprägt. Der typische Folgetrieb und Spieltrieb eines Welpen ist nicht mehr in dem Ausmass vorhanden bzw gänzlich verschwunden. Auch stecken die meisten Junghunde mit 7-10 Monte in der sogenannten Angstphase. Sie befinden sich hormonell im Umbruch und die Gehirnchemie ändert sich, was dazu führen kann, dass sie viele Situationen hinterfragen und auch ängstliches Verhalten und Misstrauen in verschiedenen Situationen zeigen können.
Auch kann man nicht pauschal sagen, wenn ein Hund bei uns „funktioniert“ hat, ist dies auch bei den neuen Besitzern der Fall. Im Gegenteil - ihr als neue Besitzer müsst eurem neuen Lebenspartner zeigen, dass ihr verlässliche ruhige und sichere Anker seid. Erst dann wird die Partnerschaft geebnet und ihr werdet zu einem Team, dies braucht jedoch Zeit und geschieht definitiv nicht innerhalb von 2-3 Wochen!!!
Auch ist es normal, dass der neue Lebenspartner am Anfang in eine Art Schockstarre fällt, der erste Tag bzw Tage sind da besonders erwähnenswert.
Hierbei kann es sein, dass der Junghund vergisst zu pinkeln, zu trinken oder zu essen. Es ist einfach alles neu, die vertrauten Personen fehlen, die ihm bisher Halt gegeben haben. Das führt dazu, dass der Junghund aufeinmal auf sich allein gestellt ist und unsicher teilweise panisch wird. Auch kann es durch die Unsicherheit vorkommen, dass sich in der Anfangszeit das Verhalten ändert, der eine liegt in der Ecke und möchte erstmal alleine sein, der andere bellt aus Unsicherheit alles an.
Diese Phase dauert bis er langsam Vertrauen fasst, auch dies dauert unterschiedlich lange und kommt darauf an, wieviel Erfahrung ihr mit Hunden bereits habt und mit dem Hund umgeht.
In dieser Phase sollte man dem Hund immer Sicherheit geben und klare Regeln festlegen!
Ein Tierarztbesuch oder Hundefriseur in den ersten Tagen sollte nicht unbedingt sein, auch große Familienfeiern sind alles andere als Ideal!
Es sollte immer die erste Zeit eine gute Hundeschule besucht werden, da bereits kleine Unachtsamkeiten des Menschen zu größeren Probleme führen können!
Der Junghund muss also zwingend am Anfang, bis er sich eingelebt hat, was je nach Charakter und Wesen des Hundes bis zu 3 Monate dauern kann, ausreichend gesichert werden.
Ein Weglaufen des Hundes ist absolut zu vermeiden! Es ist wie bei uns Menschen, wenn wir umziehen, wir brauchen auch Zeit um anzukommen. Noch schwieriger wird es, wenn wir mit dem Partner das erste Mal zusammen ziehen.
Alles ist neu, alles muss sich einfügen im gemeinsamen Tagesablauf. Man baut das gegenseitige Vertrauen und Verständnis auf. Dies braucht einfach seine Zeit bis die Koffer ausgepackt sind und alles wohnlich ist!
Vor allem in den ersten Tagen möchte der neue Lebenspartner nicht überfordert werden, keine Großfamilien besuche oder übergriffige Nachbarn.
Auch der Hundefriseur ist am ersten Tag, der falsche Weg! Wir geben unsere Mäuse gerne gebadet ab.
Da wir leider einschlägige Erfahrungen machen mussten, möchte ich dies hier nochmal erwähnen! Man kann es einfach nicht oft genug sagen. Und auch hier geht das Wohl des Hundes immer vor, und wir sind immer bemüht euch vor dem Kauf eures Lebenspartners ausreichend aufzuklären.
Wir danken Euch, dass ihr die Ausführungen bis zum Ende durchgelesen habt. Wir wollen hiermit keinesfalls abschrecken, aber offen und ehrliche Kommunikation ist uns wichtig.
Kleine Checkliste für die ersten Tage mit einem Junghund:
- Sicherheits/- Panikgeschirr plus gut sitzendes Halsband
- ein Tracker fürs Halsband



